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Warum Benno Führmann nicht zuhören und Jessica Schwarz nicht einparken kann

Das Buch „Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken können“ von Allan und Barbara Pease hat es ins Kino geschafft. Seien wir ehrlich: kann ein Film mit einem solchen Titel überhaupt gut sein? Eröffnet die Verfilmung des gemein hin als pseudowissenschaftlich bekannten Buches einem Regisseur überhaupt die Möglichkeit, noch irgend was zu retten und einen halbwegs passablen Film aus dem zu Grunde liegenden Stoff zu machen? Selbst wenn dem so wäre hat Leander Haußmann es in diesem Projekt nicht geschafft. Der Regisseur, der mit „Sonnenallee“ und „Herr Lehmann“ zwei der erfolgreichsten deutschen Filme der letzten Jahre umgesetzt hat, versagt hier trotz Starbesetzung: Auch Benno Führmann, Jessica Schwarz und Uwe Ochsenknecht konnten ihm nicht helfen.

Die Story fängt noch tiefer an, als man erwarten konnte: im Neandertal. In wenigen Minuten wird erklärt, dass Männer nunmal jagen mussten und die Frauen als Gebährmaschinen dienten. Das ist die Grundlage für alle weiteren Konflikte im Film, alle Probleme zwischen Jan (Führmann) und Katrin (Schwarz) wurzeln in dieser kruden Evolutionslogik. Genauer: in ihren Gehirnen. Männer und Frauen, so lernen wir in diesem Film, haben evolutionsbedingt unterschiedliche Gehirne. Und das hat sich bis heute nicht geändert. Deshalb schweigen Männer beim Fußballgucken, um das Wild nicht zu verjagen, und darum haben Frauen Handtaschen. Für die Taschentücher, pardon, die gesammelten Beeren natürlich.

Entsprechend stereotyp sind auch die Charaktere gezeichnet. Jan guckt gerne Fußball, fährt einen Sportwagen und hat eine Actionfilmsammlung. Letztlich ein ziemlich ekeliger Zeitgenosse. Katrin ist Lektorin bei einem Verlag und – Überraschung – kann schlecht einparken. Das Setting ist somit schlicht einfallslos. Die wenigen netten Ideen, die das Drehbuch bietet, wirken wie ein Tropfen auf den heissen Stein.

Es gibt vereinzelte Stellen im Film, die zum Schmunzeln anregen. Bei den meissten gut gemeinten Gags ist es jedoch so, dass einem das Lachen förmlich im Halse stecken bleibt und der kleine feministische Engel über der linken Schulter auftaucht um zu signalisieren, dass das alles gar nicht witzig ist. Denn die Tatsache, dass schon die Buchvorlage sich Wochenlang in den Bestsellerlisten halten konnte und Eva Herrmann mit dem „Eva Prinzip“ einen riesen Reibach gemacht hat, sind Ausdruck eines gesellschaftlichen Rollbacks. Ob Eva Herrmann die Frau hinter dem Herd sehen will oder Benno Führmann in „Warum Männer…“ schlicht Opfer der Evolution ist, ist letztlich das selbe. Dass im Film ein minimaler Handlungsstrang zwei Schwulen gewidmet ist, die neben den Hauptdarstellern nicht gerade attraktiv erscheinen, ist dann das Sahnehäubchen. Auch die Freaks haben ihren Platz bekommen. Die pseudowissenschaftliche Erklärung gibt’s gratis dazu: Männer, die gerne mal Frauensachen anziehen, haben zu viel Östrogen im Blut. Das einzige, was an diesem Film gut ist, ist die von James Last komponierte Musik.

Dabei hätte man aus der Verfilmung des Peas-Buches durchaus einen guten Film machen können. Man hätte sich ironisch darauf beziehen können, man hätte gute (nicht flache) Witze über Rollenzuschreibungen machen können. Aber dieser Film adaptiert die biologistisch vereinfachenden Vorstellungen von Allan und Barbara Pease – mehr nicht. Wenigstens merkt der Betrachter, wie wenig diese Vorstellungen mit der Realität zu tun haben.

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8 Kommentare »

  1. Das muss Ich sehen. Ich wollte schon imer wissen warum Ich so schlecht einparken kann. Außerdem stehe Ich auf Benno Führmann…

    Comment von fernseherin — 10. Dezember 2007 @ 12:40

  2. ich liebe dich benno fürmann uber alles und will dich ein mal in meinen leben duch sehen du hast die geilsten augen der welt

    Comment von kathi — 21. Januar 2008 @ 18:16

  3. ich liebe dich benno fürmann

    Comment von kathi — 21. Januar 2008 @ 18:16

  4. rofl

    Comment von miesmuschel — 22. Januar 2008 @ 09:16

  5. Wer ist denn da im Film als Statist zu sehen: Ein prominenter, hübscher, ex-Göttinger, Wertkritiker, hihi!

    Comment von dorfdisco knows best — 22. Januar 2008 @ 13:00

  6. @dorfdisco: Benno Führmann?!

    Comment von mobster — 22. Januar 2008 @ 21:23

  7. Äääähhhhhh……………nein!

    EDIT@dorfdicso – ich habe mal ein paar „ääähhh“s aus deinem comment entfernt, die seite sah sonst scheiße aus ;)
    johnnyboy

    Comment von dorfdisco knows best — 23. Januar 2008 @ 12:32

  8. Gott! seid ihr Peinlich!

    Comment von Ich — 9. Juni 2008 @ 19:51


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