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Magazin für Pop- & Subkultur
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Deutsch auf Vorderfrau

Sie gehört zu den alten Größen der feministischen Sprachkritik: bereits in den 80er Jahren veröffentlichte Luise F. Pusch Schriften zur feministischen Linguistik und erfreut uns in den letzten Jahren mit regelmäßig erscheinenden Glossensammlungen. Mit „Deutsch auf Vorderfrau“ sind nun ihre neuesten Interventionen in die alltäglichen Sprachpolitiken im Göttinger Wallstein Verlag erschienen. (more…)


Krimi in der Roten Straße

Göttingen 1968. Die Universitätsstadt ist geprägt von der Studentenbewegung und ihren Aktionen. In dieser Zeit spielt die Hälfte des Krimis „Rote Straße“ von Wolf S. Dietrich, die zentralen Figuren der Geschichte wohnen allesamt in der WG „Rote Grütze“ in einem der selbstverwalteten Studentenwohnheime in der Roten Straße. Der Autor liest am Sonntag, den 21. Februar beim Monsters Kaffeekränzchen im Kabale aus seinem Roman.

„Die Rote Straße war ’68 Sitz der studentischen Linken, da war ihre Keimzelle“ erzählt der Autor im Gespräch. „Die haben dort ihre Ideen ausgebrütet.“ Rainer, einer der Protagonisten des Romans lebt in dieser Zeit dort – und taucht in der Gegenwart wieder auf. (more…)


Jutta Ditfurths „Streitschrift für eine gerechte Gesellschaft“

Jutta Dithfurth ist zornig. Zornig auf den Kapitalismus und all das Elend, dass er ihrer Meinung nach in aller Welt anrichtet. Und das sei eine Menge: Armut, Krieg, Ausbeutung, Rassismus – alles „made in capitalism“. Auf hundert Seiten schildert die Mitbegründerin der Grünen, die ihrer Partei längst den Rücken gekehrt hat, en detail die vermeindlichen Folgen des Systems, auf dass sie so wütend ist. Und sie glaubt, dass sie mit ihrer Wut nicht alleine ist. (more…)


Gelesen: „Rote Straße“ von Wolf S. Dietrich

Göttingen 1968. Die Universitätsstadt ist geprägt von der Studentenbewegung und ihren Aktionen. In dieser Zeit spielt die Hälfte des Krimis „Rote Straße“ von Wolf S. Dietrich, die zentralen Figuren der Geschichte wohnen allesamt in der WG „Rote Grütze“ in einem der selbstverwalteten Studentenwohnheime in der Roten Straße.

„Die Rote Straße war ’68 Sitz der studentischen Linken, da war ihre Keimzelle“ erzählt der Autor im Gespräch. „Die haben dort ihre Ideen ausgebrütet.“ Rainer, einer der Protagonisten des Romans lebt in dieser Zeit dort – und taucht in der Gegenwart wieder auf. (more…)


Nation und Exklusion. Der Stolz der Deutschen und seine Nebenwirkungen.

46% aller Deutschen waren zu Hochzeiten des WM-Sommers 2006 „sehr stolz“ darauf, deutsch zu sein. Gleichzeitig stieg die Zahl der fremdenfeindlichen Straftaten von 800 im April auf 1200 im Juni – ein Anstieg um 50% innerhalb von nur zwei Monaten. Das Jahr 2006 war ein „Rekordjahr rechtsextremistisch motivierter Straftaten“, stellte der ehemalige Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye fest. Einfach wäre es nun, diesen offensichtlichen Zusammenhang dem Zufall zuzuschrieben. (more…)


Ball-flachhalten in Zeiten des Metropolenhypes: Heiko Werning – In Bed with Buddha

Heiko Werning hat es drauf. Er hat es drauf, die großen Momente des Alltags und die kleinen Momente des Lebens auf vier bis acht Seiten Text auszubreiten. Die Stationen dabei sind natürlich Kindheit, Jugend, Sex, Elternschaft und so weiter. Von letzterer habe Ich allerdings auch erst eine Vorstellung, nachdem Ich Wernings Buch „In Bed with Buddha. Ein episodischer Entwicklungsroman“ gelesen habe. Jede Episode seines Entwicklungsromans nimmt uns mit zu einer Station in seinem Leben, ein Leben, das in Westfalen begann und den Weg nach Berlin fand. (more…)


Jens Raschkes Reise in die Welt der sonderbaren Töne


William Shatner ist ein mutiger Mann. Nicht nur das er als mutiger Cop elegant und legendär wie kein anderer über die Motorhaube eines Ford LTD in Polizeiausführung schlidderte (Star Trek lassen wir ganz unerwähnt) – 1968 war er mutig genug eine Platte aufzunehmen, die den klingenden Titel „The Transformed Man“ trug.
Wing Han San ist eine mutige Frau. Die Hong Kong-Chinesin im Neuseeländischen Exil schaffte nicht nur in ihrem Job als Krankenschwester – sie besaß auch den Mut talentfrei Platten aufzunehmen, angefüllt mit höchst eigenen Interpretationen von den Carpenters oder AC/DC.
Johnny Bode ist ein mutiger Mann. Der Schwede ist ausgestattet mit einer durchweg hanebüchenen Biographie und einer ebenso hanebüchenen musikalischen Hinterlassenschaft. Bode schaffte es in der großen Zeit der beginnenden Pornoindustrie diese inhaltlich in Noten und Text zu fassen und auf Vinyl zu pressen.

Jens Raschke ist ein mutiger Mann. Jens Raschke ist im Grunde genommen die mutigste Persönlichkeit aller hier genannten. Irgendwann ist Jens Raschke in einen musikalischen Bereich geraten, der nicht zu unrecht mit „incredibly strange music“ umschrieben werden kann. (more…)


Tom Tonk und 34 Schallplatten

„Über Musik schreiben ist wie zu Architektur tanzen“, ein oft gewähltes Zitat, wenn sich der ein oder andere Rezensent schüchtern für sein Werk entschuldigen mag. Welch eine kolossale Fehleinschätzung. Welch unnötiges Konstrukt, wenngleich ich die Vorstellung tanzender Architekten nicht ganz verwerfen möchte.

Natürlich kann man über Musik schreiben. Man kann sogar ganz hervorragend über Musik schreiben und zwar besonders dann, wenn man die Fähigkeit besitzt das Ohr, das Auge und den Stift (meinethalben auch die Tastatur) über den Rand der Platte hinaus zu werfen. In einer guten Rezension, oder in einem guten Text über Musik, muss ausgerechnet diese nicht unbedingt die erste Geige spielen. Das wäre todlangweilig und interessiert eh keine Sau. Tom Tonk scheint genau das begriffen zu haben und verschont uns mit langweiligen Texten, die ungefähr referieren, dass die erste Platte ja viel besser war und alles andere eben Scheiße. Nun, mit Abstufungen. Denn wenn es zumindest um AC/DC geht, gibt es kein vertuen. Nach Bon Scott war bei AC/DC alles anders, wie Tonk so schön schreibt. Des Pudels Kern ist, dass Tonk damit AC/DC völlig ausreichend abgehandelt hat und uns nun mit einer Unmenge Nebeninformationen beschenkt. Lebensweisheiten, die sich Tonk hart erarbeitet hat, mit viel Alkohol und der ein oder anderen Dame. (more…)


Harry Potter und die antifaschistische Bettlektüre

Nun ist es endlich geschehen, das, worauf so viele so lange warten mussten: der neue Harry Potter ist nun auch auf deutsch erschienen. Zeit, dies Medien- und Kulturphänomen Harry Potter auch bei Monsters zu würdigen, handelt es sich doch um ein Musterbeispiel von anspruchsvoller antifaschistischer Jugendliteratur.

Aber Achtung: wer das Buch noch nicht gelesen hat, sich das aber noch vorgenommen hat, das zu tun und deshalb nichts über das Ende erfahren möchte, dem sei von der Lektüre des Textes abgeraten. Hinterher dürfte es wohl nur noch begrenzt spannend sein. (more…)



Pressespiegel Schünemann-Einsatz

"Faustschläge vorm Hörsaal"


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