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Do. 02.12.: Vortrag: Pluralistische Erinnerungslandschaft in Polen. Grundtendenzen der Erinnerungskultur nach der politischen Wende von 1989

In dem Vortrag sollen, laut Ankündigung der VeranstalterInnen, die Grundtendenzen in der polnischen Erinnerungskultur skizziert werden: Wie werden in Polen der Nationalsozialismus und die deutschen Kriegsverbrechen diskutiert? Wie wird der Opfer gedacht? Kann von einem Paradigmenwechsel hin vom Opfer- zum Täterparadigma gesprochen werden? Benannt werden vor diesem Hintergrund die Fragen des polnischen Antisemitismus, des Umgangs mit der Vergangenheit sowie der kollektiven Identität der Pol_innen angesichts der politischen Umwälzungsprozesse von 1989. Ebenso wird die Referentin Anna Musiol die polnischen Debatten zu den deutschen in Bezug setzen.

Anna Musioł M. A ist zur Zeit Doktorandin und promoviert zu dem Thema „Erinnern und Vergessen – Erinnerungskulturen im Lichte der deutschen und polnischen Vergangenheitsdebatten“. Die Referentin war mehrere Jahre in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau tätig.

um 20.00 Uhr
im DGB-Haus, Weender Landstraße 6, 37073 Göttingen, Veranstaltungssaal 5. Stock

Veranstaltet von der DGB-Jugend Südniedersachsen/ Harz


Do. 21.02.: Vortrag zu Geschichtspolitik und Antiziganismus: Der Umgang mit dem NS-Völkermord an Sinti und Roma

„Ein Vortrag von Kathrin Herbold und Yvonne Robel am Donnerstag, 21.1.2010, 19.30 Uhr, DGB-Büro, Weender Landstr.6

Eine Veranstaltung in der Reihe „Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus – 9. November 2009 bis 30. Januar 2010″.

Der Gedenkschub der 1990er Jahre hat auch die noch in den 1980er Jahren als die „vergessenen Opfer“ betitelten Roma ins gesamtdeutsche Erinnerungstableau integriert. Dennoch läßt sich anhand aktueller Beispiele, wie etwa der Diskussion über die Errichtung eines Roma-Mahnmals in Berlin, zeigen, dass auch die verstärkte Auseinandersetzung mit dem nationalsozialistischen Völkermord an Sinti und Roma wesentlich durch eine enge Verbindung von Gedenkpolitik und Antiziganismus geprägt wurde. In ihrem Vortrag suchen Kathrin Herbold und Yvonne Robel, Mitherausgeberinnen des 2009 erschienenen Sammelbandes „Antiziganistische Zustände“, nach Wegen, wie ein solchermaßen von Stereotypen geprägtes Sprechen „über Roma“ entlarvt werden kann.

Eine Veranstaltung der DGB-Jugend Südniedersachsen-Harz.“

Text übernommen von den Veranstalter*innen

Bitte daran denken dass die Veranstaltung nicht im „alten“ DGB-Haus stattfindet sondern im neuen DGB Büro an der Kreuzung Weender Landstraße/Nikolausberger Weg!


Mi. 09.12.: Das Ende der Vertretung – Emmely und der Streik im Einzelhandel

Nach über dreißig Jahren Anstellung im Einzelhandel in einer Kaiser’s-Filiale wurde der Kassiererin Barbara E., genannt Emmely, fristlos gekündigt. Ihr wird unterstellt, sie habe Pfandbons im Wert von 1,30 Euro unterschlagen. Ihre Klage vor dem Arbeitsgericht wurde abgewiesen, das Urteil des Bundesarbeitsgerichtes steht noch aus. Fehlurteile dieser Art gab es in den letzten Jahren mehrfach. So wurde einer Altenpflegerin gekündigt, weil sie vom Mittagessen übrig gebliebene Maultaschen verzehrte. In Künzelsau verlor eine Küchenangestellte wegen drei trockener Brötchen ihre Arbeit. In Westfalen reichen dafür zwei halbe belegte Brötchen und eine Frikadelle. In allen Fällen argumentierten ArbeitgeberInnen und Gerichte mit dem nachhaltig gestörten Vertrauensverhältnis, für das der Wert der jeweiligen Unterschlagung unerheblich sei. Am Fall Emmely wird jedoch deutlich, dass es in Wirklichkeit um ganz andere Dinge geht. Nicht die angeblichen 1,30 Euro zerstörten das Vertrauensverhältnis, sondern Emmelys konsequentes Eintreten für ihre Interessen im Rahmen von Tarifauseinandersetzungen, auch gegen den Druck ihrer Vorgesetzten.

Anders als durch die Sprache suggeriert, handelt es sich bei Tarifverhandlungen keinesfalls um Verträge zwischen gleichberechtigten Parteien, (more…)


Di. 08.12.: Vortrag zur (Nicht-)Entschädigungspolitik der BRD

Mit allen Mitteln gegen Entschädigung
Wie Deutschland gegen die Ansprüche von NS-Opfern kämpft

Seit fast zehn Jahren weigert sich Deutschland, die Opfer des SS-Massakers im griechischen Dorf Distomo zu entschädigen. Urteile griechischer und italienischer Gerichte, die den Überlebenden und Nachkommen eine Entschädigung in Höhe von 28 Millionen Euro zusprachen, wurden von der Bundesrepublik ebenso wenig anerkannt wie Entschädigungs­ansprüche italienischer NS-Opfer. Um der Zwangsvollstreckung zu entgehen, hat die Bundesregierung im Dezember 2008 sogar Klage vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag erhoben. Dabei geht es auch um die viel grundlegendere Frage, ob Staaten für Kriegsverbrechen überhaupt zur Rechenschaft gezogen werden können. Rechtsanwalt Martin Klingner (Arbeitskreis Distomo) berichtet über den Stand des Verfahrens und über den politischen Kampf für Entschädigung.

Es referiert Martin Klingner, Rechtsanwalt aus Hamburg

Veranstaltet wird das ganze von der OLAfA im Rahmen des Bündnisses zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus.

Dienstag, 8. 12. 09 | 19.30h | DGB-Haus, Obere-Masch-Straße 10


Di. 01.12.: Vortrag zu Autonomen Nationalisten (DGB-Haus)

Versteckspiel | ‚Autonome Nationalisten‘ – Nazi-Codes und Lifestyle | Das neue Phänomen der ‚AN‘

Der Vortrag beleuchtet die Codes und Symbole rechter Jugendlicher und ihren Zusammenhang mit einem Lifestyle, zu dem auch bestimmte Markenkleidung gehört.
Im zweiten Teil wird es dann um das relativ junge Phänomen der ‚Autonomen Nationalisten‘ gehen, welche spätestens seit dem Neonazi-Aufmarsch 1. Mai 2008 in Hamburg durch gewalttätige Übergriffe in größere mediale Erscheinung getreten sind. ‚Autonome Nationalisten‘ zeichnen sich durch eine Übernahme des Kleidungsstils und der Aktionsformen der linksradikalen Szene aus.
Es wird aufgezeigt, woher sie kommen, wer sie sind und worin ihre Gefährlichkeit besteht.

Zu Gast: Ein Referent des Antifaschistischen Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin (APABIZ)
Veranstalter*In ist die Gruppe Gegenstrom

Dienstag, 1.12.09 | 19h | DGB-Haus, Obere-Masch-Straße 10


Do. 26.11.: Morsleben unter die Lupe nehmen!

Hier dokumentieren wir den Einladungstext der VeranstalterInnen:

Eine Infoveranstaltung im Rahmen der Einwendungskampagne

Seit Jahren hören wir Skandalnachrichten über die niedersächsische Atommüllkippe Asse II.

Aber auch Morsleben, das ehemalige Endlager der DDR für mittel- und schwachradioaktiven Atommüll in Sachsen-Anhalt, ist einsturzgefährdet und alles andere als sicher.

Obwohl Wasser ins Bergwerk läuft und tonnenweise Salzgestein von den Decken der Hohlräume stürzt, erklärt die Politik Morsleben als endlagergeeignet. Besonders skandalös ist das Verhalten der ehemaligen Bundesumweltministerin Angela Merkel, die noch nach 1995 gegen alle wissenschaftlichen Bedenken die weitere Einlagerung erzwang.

Deshalb gilt es aufzupassen, wenn das Bergwerk jetzt geschlossen werden soll. Wir rufen dazu auf, bis zum 21. Dezember Einwendungen gegen die Schließungspläne zu erheben und erklären auf der Veranstaltung, warum das Sinn macht und wie das geht.

um 19:00 Uhr im DGB-Haus, Obere Masch 10

Veranstalter: Anti-Atom-Plenum Göttingen


Di. 24.11.: Autobiografische Lesung von Peter Gingold

Peter Gingold (1916 – 2006), während der deutschen Besatzung Frankreichs Kämpfer in der Résistance und nach dem Krieg überzeugter Antifaschist hat eine spannende und lebendige Autobiographie hinterlassen. Aus diesem Buch lesen seine Tochter Sylvia und sein Schwiegersohn Ulrich Schneider an diesem Dienstag. Interessierte sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.

um 19.15 Uhr
im DGB-Haus, Obere-Masch-Str. 10

>>> Eine Veranstaltung der vvn/BdA im Rahmen des Bündnis‘ „Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus – 27. Januar“.


Fr. 20.11.: Vortrag und Diskussion zum Iran

Das [a:ka] lebt noch und kündigt eine Veranstaltung an, diesmal zum Thema Iran.

Hier der Ankündigungstext des [a:ka]: (more…)


Do. 29.10.: Vortrag: Verdammt, vertrieben, abgeschoben. Kosovo-Roma zwischen Flucht und Abschiebung

Dr. phil. Karin Waringo, promovierte Politologin und Südosteuropaexpertin, referiert über die Geschichte der Roma und ihre heutige Situation in Europa. Sie beleuchtet den Krieg im Kosovo, der für viele Roma Flucht und Vertreibung bedeutete. Kritisch geht sie auf die Flüchtlingspolitik der europäischen Staaten ein, bezieht Stellung zur „Rückführungsfrage“ und zur aktuellen Lage im Kosovo. Dr. Waringo ist Mitbegründerin und Vorsitzende der europäischen Menschenrechtsvereinigung Chachipe, die sich insbesondere für die Rechte der Roma aus dem Kosovo einsetzt. Sie ist Autorin auf der Plattform romarights.wordpress.com.

um 19.30 Uhr
DGB-Haus Obere-Masch-Str. 10

Eine Veranstaltung des Göttinger Arbeitskreis zur Unterstützung von Asylsuchenden e.V., des Projekt Roma Center e.V. und des Unterstützer_innenplenums gegen Abschiebung. Eintritt frei.

vgl. auch http://papiere-fuer-alle.org/node/542


Di. 27.10. Shutdown Paganí! Das No-Border-Camp 2009 auf Lesvos

Die griechische Insel Lesvos mit ihrem Internierungslager Paganí ist ein Brennpunkt der Auseinandersetzungen um das Grenzregime der Europäischen Union. In der letzten Augustwoche fand auf der Insel ein internationales No-Border-Camp statt, um die Kämpfe der Flüchtlinge und MigrantInnen um Bewegungsfreiheit und ein selbstgewähltes Leben zu unterstützen und um die Abschottungspolitik Europas anzugreifen.

Eine bedeutende Migrationsroute nach Europa führt derzeit über die Türkei nach Griechenland. Auf den nur wenige Kilometer breiten Meerengen zwischen dem türkischen Festland und den griechischen Inseln, verhindert die Küstenwache mit Unterstützung der europäischen Grenzschutz-Agentur Frontex die Einreise der Flüchtlinge, verletzt ihre Rechte und gefährdet ihre Leben. Flüchtlinge, die es dennoch an Land schaffen, werden in völlig überfüllte Aufnahmegefängnisse gesteckt, in denen sie auf Monate unter menschenunwürdigen Bedingungen eingesperrt werden, bevor man sie mit einer Aufforderung zur
Ausreise entlässt.

Auf der Veranstaltung werden No-Border CamperInnen über die Situation in Griechenland und über die Auseinandersetzungen vor Ort berichten. Dabei soll ein Eindruck von den Aktionen und vom Camp gegeben werden, Schwierigkeiten angesprochen und über Perspektiven diskutiert werden.

DGB-Haus, Obere-Masch-Straße 10
um 19 Uhr

http://lesvos09.antira.info/



Pressespiegel Schünemann-Einsatz

"Faustschläge vorm Hörsaal"


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