Manchmal kommen sie wieder: zum Tod von Refused
Refused haben sich aufgelöst, es gibt sie nicht mehr. Anders verhält es sich mit der mühsam aufgebauten Marke Refused. Und deswegen ist das Ereignis des noch jungen Jahres auch so uncool! Aber der Reihe nach. Es ist Januar, das Wetter scheiße, die Uhr des Maya-Kalender tickt dem Ende entgegen, Christoph Wulff ist Bundespräsident und an der Göttinger Uni versuchen sich die Staatsbeamten in der Durchsetzung des Faustrechts. Das alles schreit nach Revolution – gut das mitten in dieses Weltgeschehen die Nachricht platzt, das es Refused wieder gibt.
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Eine Ausstellung in der Paulinerkirche zeigt, wie Erwachsene über Kinderbücher versuchen, Einfluss auf den Nachwuchs zu nehmen. Vom Kaiserreich über den deutschen Faschismus bis hin zur DDR sind alle Epochen vertreten. In den Büchern ist alles von schwarzer Pädagogik über Rassismus bis hin zu Antisemitismus zu finden.
Nicht mehr ganz zur Jahreszeit passend kommt unter dem Titel „Summer“ das Debutalbum des Berliner Indietronic-Trios I Heart Sharks daher. Berlin? Das musste ich im Presseinfo zweimal lesen, denn was diese Jungs fabrizieren klingt dann doch very british, und das nicht nur dank des knallharten englischen Akzents der Gesangsstimme.
Am Sonntag war der Autor Uwe Timm im Deutschen Theater zu Gast. Im Rahmen des Göttinger Literaturherbstes las er aus seiner Novelle „Freitisch“ und sprach über Politik. Ein literarischer Abend jenseits des akademischen Käfigs.
66 Jahre nach der Befreiung vom NS-Faschismus gibt es nur noch wenige Zeitzeugen, die von den Verbrechen des NS-Regimes berichten können. Eine davon ist die 1924 geborene Esther Bejarano, eine von zwei bekannten Überlebenden des Mädchenorchesters im KZ Auschwitz. Sie wird nicht müde auf antifaschistischen Kundgebungen von den Gräueln des Nationalsozialismus zu berichten, dabei aber zum aktuellen Widerstand gegen neue und alte Nazis aufzurufen und zur Solidarität zu mahnen. Dies transportiert sie unter anderem in der Band „Coincidence“ ihrer Tochter Edna Bejarano. Gemeinsam mit dem Kölner HipHop-Trio „Microphone Mafia“ haben sie jetzt das Album „Per la Vita“ heraus gebracht. Mit dem Rapper Kutlu Yurtseven hat Kai Budler für Monsters of Göttingen über die kölsche hanseatische Kooperation geprochen.
Noch bis zum 27. August zeigt das Kino Lumière im Freibad Brauweg an drei Tagen pro Woche Filme im Openair-Kino. Wir verlosen 3 × 2 Tickets.
Seit fünf Jahren findet das Antifee Festival nun schon auf dem Campus der Uni Göttingen statt. Jedes Jahr trifft hier emanzipatorische Politik auf ein musikalisches Bühnenprogramm und theoretische Auseinandersetzungen mit den gesellschaftlichen Verhältnissen in Workshops. Zeit für eine erste Zwischenbilanz. Wir sprachen mit zwei Organisator_innen über die Hintergründe, Veränderungen und Perspektiven des Festivals.
Für einigen Wirbel hat ein KZ-Vergleich des Duderstädter Ehrenbürgermeisters und Landtagsabgeordneten Lothar Koch (CDU) im Dezember 2011 gesorgt. Die Geschichtswerkstatt Duderstadt kritisierte Koch und die Stadt und pochte auf eine inhaltliche Distanzierung. Die Verharmlosung von NS-Verbrechen sei nicht mit dem offiziellen Gedenken der Stadt an die Opfer des Nationalsozialismus vom 27. Januar vereinbar. Den Weg in die Öffentlichkeit suchte die Geschichtswerkstatt über das Eichsfelder Tageblatt, doch das ET weigerte sich aus verschiedenen Gründen die Stellungnahmen des Vereins zu veröffentlichen.
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