Filmkunst unter freiem Himmel
Johnny Depp und Pénelope Cruz schauen einem vom Titelblatt des Openairkino-Programms aus einem Urwald entgegen. Das Lumière macht sein Programm für die Freibadsaison 2011 mit einem Hollywood-Film auf: Fluch der Karibik 4. Doch die Stärke der Filmauswahl liegt auch in diesem Jahr bei den unbekannteren Streifen. (more…)
Seit fünf Jahren findet das Antifee Festival nun schon auf dem Campus der Uni Göttingen statt. Jedes Jahr trifft hier emanzipatorische Politik auf ein musikalisches Bühnenprogramm und theoretische Auseinandersetzungen mit den gesellschaftlichen Verhältnissen in Workshops. Zeit für eine erste Zwischenbilanz. Wir sprachen mit zwei Organisator_innen über die Hintergründe, Veränderungen und Perspektiven des Festivals.
Sind Frauen Komplizinnen ihrer eigenen Unterdrückung? Im ausverkauften alten Rathaus verteidigt die Autorin Bascha Mika am Donnerstagabend diese These aus ihrem Buch „Die Feigheit der Frauen“. Eine Streitschrift, die vieles richtig benennt, aber so manches falsch analysiert.
Sie gehört zu den alten Größen der feministischen Sprachkritik: bereits in den 80er Jahren veröffentlichte Luise F. Pusch Schriften zur feministischen Linguistik und erfreut uns in den letzten Jahren mit regelmäßig erscheinenden Glossensammlungen. Mit „Deutsch auf Vorderfrau“ sind nun ihre neuesten Interventionen in die alltäglichen Sprachpolitiken im Göttinger Wallstein Verlag erschienen.
Mit Jupiter Jones hat unser Autor sowas wie seine letzte deutsche Lieblingsband verloren. Den Schritt auf ein Majorlabel lässt die Band ihre eingefleischten Fans mit horrenden Qualitätseinbußen bezahlen. Und es ist nicht das erste mal, dass ihm das passiert.
Unsanft durcheinander gebracht wurde im Februar der Göttinger Programmkinomarkt. Zwei von drei kleinen Kinos haben geschlossen, nur noch das Lumière existiert neben dem Multiplexkino Cinemaxx. Was das für das Lumière und das Filmangebot in Göttingen bedeutet, berichtet uns Lumière-Chef Willi Arnold im Interview. Er erklärt auch, nach welchen Kriterien die Filme auf die Kinos verteilt werden.
Nach 61 Jahren Kinobetrieb laufen an diesem Wochenende die letzten Filme im Göttinger Sterntheater. Damit geht ein Stück Stadtgeschichte zu Ende: schon Zara Leander und Uschi Glas präsentierten hier ihre Filme persönlich. Kurz bevor Göttingens ältestes erhaltenes Kino dem Abriss weichen muss, hat sich unsere Fotografin Carla Schlösser in Kinosäälen und Katakomben ausgetobt. Das Ergebnis: ein Abschied in Bildern.
Selten war ein Filmtitel so irreführend: „We want Sex“ ist die Geschichte von englischen Frauen, die im Jahr 1968 für den gleichen Lohn, wie ihn ihre männlichen Kollegen erhalten, streiken. Der Film zeigt, wie sich die Arbeiterinnen aus den Strukturen männlicher Dominanz lösen und für ihre Rechte eintreten. Mit Sex hat er rein gar nichts zu tun.
Über ein Jahr ist es her, dass die Revolten im nahen Osten Europa in ihren Bann zogen. Mittlerweile ist die Situation diffus und schwer durchschaubar. Jetzt waren einige AktivistInnen aus Tunesien zu Besuch in Göttingen – Monsters hat mit Ihnen über die Situation in Tunesion und den Charakter linksradikaler Bewegungen im post-revolutionären Tunesien gesprochen.

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