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Magazin für Pop- & Subkultur
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The Philosophy of Homophobia?

Verschränkte Arme, grimmiges Gesicht, poserige Tourplakate: eine emanzipatorisch geprägte Hardcore-Punk-Band sind Agnostic Front sicher nicht. Aber das sind viele andere Bands auch nicht. Fraglich ist nur, ob Agnostic Front über die Stränge schlagen und die Grenzen des tolerierbaren überschreiten. (more…)


Antifee 2010: Ein Festival in Bildern

Die Zahlen der Besucher*innen des Antifee Festivals 2010 gingen wohl in die Tausende. Während sich beim gleichzeitig stattfindenden Campus-Openair des Studentenwerks etwa 150 Gäste das Programm zumuten ließen, waren es zwischen Blauem Turm und Kreuzbergring unübersehbar mehr. Bei erstmals durchgehend strahlendem Sonnenschein und durchgehend entspannter Stimmung besuchten die Besucher*innen aus Göttingen und anderswo Workshops, Konzerte und Theaterdarbietungen. Der Berliner Fotograf René Greffin hat uns einige seiner Bilder von der Antifee-Bühne zur Verfügung gestellt. Weitere Fotos zeigt Nathalie Stern bei Facebook. (more…)


Der Göttinger Festivalsommer 2010

Es gibt eine ganze Menge Dinge, die man mit Open-Air-Festivals in Verbindung bringen kann. Dixi-Klos zum Beispiel oder „Helga“-gröhlende, bis zur Unkenntlichkeit betrunkene Vollidioten. Aber auch schöne Dinge wie Sonnenschein, gute Musik und nette Menschen. Gleich eine ganze Reihe von Festivals unter freiem Himmel gibt es diesen Sommer in und um Göttingen – und die beweisen leider, dass zwischen Quantität und Qualität ein großer Unterschied besteht. Denn wirklich ansprechende Bands haben die wenigsten Open Airs zu bieten. Ein Überblick. (more…)


Eine Wagenladung Instrumente – Katzenjammer in Northeim

DurchschnittsgöttingerInnen verlassen ja nur ungern die heimischen Gefilde und wenn es dann auch noch ins 20 Kilometer entfernte Northeim geht, steigen bei den meisten Bilder von Neonazis und muffiger Kleinstadtatmosphäre auf. Doch Halt! An diesen Abend gibt es einen Lichtblick in Northeim, welches schonmal von resignierten Zeitgenossen als kulturelles Niemalsland bezeichnet wird, der durchaus eine Reise wert ist. Im Rahmen des Programm „Mädchenmusik“, welches junge Mädchenbands fördern will, wurde die Band Katzenjammer als Auftakt einer Konzertreihe in die Northeimer Stadthalle eingeladen. (more…)


Wir leben im Computerstaat – Konzert mit Abwärts in der MUSA

Huch. Abwärts kommen nach Göttingen. Eine der im Popbereich einflußreichsten und ältesten noch (oder besser gesagt zum X-ten mal) bestehenden Punkbands Deutschlands, vielen vielleicht nur bekannt durch den viel gecoverten Song „Computerstaat“. Ein Urgestein ist sie allemal – seit Beginn der 1980er Jahre hat die Band Auflösungen, Wiedervereinigungen und Umbesetzungen durchgemacht. Interessantes Faktum am Rande: das tatsächliche Alter der Band ist damit ca. drei bis vier mal so hoch wie das geistige Alter einiger Monsters-Kommentatoren. (more…)


Made a gun with my fingers and shot at my friends – FUCKING WEREWOLF ASSO im JuZI

Unter Elektropunk versteht man ja so einiges, was bei näherer Betrachtung so gar nicht in eine Schublade passen will. Grob gesagt gibt es dieser Tage zwei Kategorien. Erstens die ganze „Raven gegen Deutschland“-Bum Bum-Techno-Geschichte und ihr Anhang, populär und mainstreamfähig geworden wohl vor allem durch das Label Audiolith Records und seine zahlreichen Acts, die mit fett produzierten Beats und bisweilen sogar recht authentischer Punk-Attitüde daherkommen. In dieser Kategorie geht es melodisch und rhythmisch in aller Regel sehr eingängig zu – partyorientiert eben. Und man kann, unabhängig davon was man grade im Blutkreislauf hat, die Faust schütteln und mitgrölen, weswegen mittlerweile solche fragwürdigen Gestalten wie „Frauenarzt“ und seine „Atzen“ erfolgreich auf den Musikstil aufspringen. Während man diese Sparte mit „Techno + irgendwie sowas wie Reste von Punk“ vielleicht ganz gut zusammenfassen kann, hat man es in der zweiten Kategorie schon schwerer. (more…)


Wenig Schall, kaum Wahn: Tocotronic Nummer Neun

Carsten Klook und Jan Kühnemund haben unlängst in der Online-Ausgabe der Zeit Musikschreiberei aus zwei Blinkwinkeln betrachtet. Während Klook sich dem Gewäsch der Verkäufer widmete, ging es in Kühnemunds hochinteressanter Replik um den Musikjournalisten an sich. Abgekürzt: beide können nichts. Und eines der Beispiele liegt auf der Hand. Kaum ein Titelblatt der aktuellen Musikjournaille kommt derzeit ohne Tocotronic aus. Das reicht vom Hochglanz-Klopapier á la Piranha bis in die zahlreichen Feuilletons der Bildungsbürger. Der mediale Kniefall vor der Band könnte einhelliger nicht sein. Warum ist das so? Möglicherweise weil Deutschpop um Gegensatz zu Britpop eigentlich nichts weiter, als ein ziemlich keimiger, langweiliger Trog ist, aus dem wirklich nichts glänzen kann. Die Protagonisten allesamt gesichtslose Gestalten, denen man nicht zuhören mag. Es gibt keine Gallaghers und schon keinen Jarvis Cocker. Deutschpop kennt keinen ehrlichen Schmutz, wir freuen uns über eine Band, die wenigstens intellektuell ein Zeichen setzen kann. Und die Mitstreiter Blumfeld haben bereits aufgegeben. Wir pflegen was wir haben. (more…)


Von Vinyl, Prüfungen und einem Plattenladen

Musikschaffenden und Musikliebenden wird es in Göttingen nicht gerade einfach gemacht. Der Schaffende muss sehen, wo er gutes Equipment herbekommt und wer gute Platten kaufen will, der schaut auch in die Röhre. Aber fangen wir mal ganz von vorne an. Früher war ja bekanntlich alles besser. Zumindest einen Plattenladen gab es in Göttingen immer. Und Equipment à la Amps oder ein simples Verstärkerkabel bekam man auch immer irgendwo. Nur waren und sind die Konsumerlebnisse immer sehr verschieden. Wer Equipment sucht, der landet meistens unter größten Anstrengungen in einem großen Laden jenseits des Stadtzentrums. Und wer nun nicht gerade zur äußerst zweifelhaften Muckerelite der Stadt gehört, findet sich in der Rolle eines bescheidenen Bittstellers wieder. Die Machtverhältnisse benötigen hier keinerlei Klärung. Auf dem kalten Boden der Tatsachen, nämlich vor allem der, dass wenn das Altstadtfest nicht deine Bühne ist, du eben auch ein nichts bist, verlässt man das Geschäft. Dann lieber alles in die Ecke knallen und nur noch konsumieren, sprich: Platten kaufen. (more…)


Eigentlich große Schweden – Meine Kleine Deutsche im Theaterkeller

Die Matinee im Theaterkeller geht am Sonntag, dem 17.01. in die zweite Runde. Diesmal haben sich die Veranstalter Meine Kleine Deutsche aus Stockholm angelacht, die auf ihrer Deutschland-Tour zwischen Köln und München hier halt machen. Damit serviert uns der Theaterkeller das erste musikalische Highlight des Jahres in dieser Stadt. Auch wenn wahrscheinlich 99 Prozent unserer regelmäßigen Besucher_innen ein starkes Bedürfnis verspüren den Namen dieser Combo zu besprechen, lasse ich es an dieser Stelle sein, einfach nur deshalb weil ich es kann. Stattdessen beantworte ich im folgenden einige relevante Fragen: (more…)


Probier’s mal mit Gemütlichkeit: die Göttinger Wohnzimmerkonzerte

Ziemlich eng ist es immer bei den Wohnzimmerkonzerten der Living Room Society. Man könnte auch euphemistisch sagen: gemütlich. „Wohnzimmer“, das steht im Übrigen auch für „gemütliche, ruhige Indie-musik mit Wohnzimmerromantik, die auch gern unverstärkt sein darf“, klärt Inga von der Society auf. „Musikalisch bewegen wir uns im Bereich folk-indie-pop-country“, sagt Inga v „Eigentlich alles was sich musikalisch relativ leicht auf die Bühne bringen oder akustisch darbeiten lässt.“ Seit dem vergangenem Jahr organisiert Inga die Konzerte, bislang sechs an der Zahl. Als Wohnzimmer dienten bislang das cafe schroeder, das Café Kabale und der Innenhof sowie der Keller des pools. (more…)



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"Gefahr einer Konterrevolution"

Über ein Jahr ist es her, dass die Revolten im nahen Osten Europa in ihren Bann zogen. Mittlerweile ist die Situation diffus und schwer durchschaubar. Jetzt waren einige AktivistInnen aus Tunesien zu Besuch in Göttingen – Monsters hat mit Ihnen über die Situation in Tunesion und den Charakter linksradikaler Bewegungen im post-revolutionären Tunesien gesprochen. (more...)

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