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Monsters ist umgezogen!

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Alle Infos findest du in einem Artikel zum Umzug.


Sa. 6.4.: Klub Karracho in der Diva Lounge

Der Karrachovogel hat es nicht wie seine gefiederten FreundInnen gemacht und ist über den Winter nach Süden geflogen, sondern über den Eigentlichschonfrühling nach Westen. Bei seinen HeldInnen von Yo la Tengo landete er in Düsseldorf und London und zeigte sich dadurch derart inspiriert, dass es beim Klub Karracho diesmal ein Special zu der US-Indie-Band gibt. Drei Songs pro Stunde, dazwischen wie üblich „best of Soul, Sixties und Indie“.

Ab 23 Uhr.


Fr. 5.4.: „Zur Aktualität der Psychoanalyse“ – Vortrag mit Christine Kirchhoff im Kabale

Der Einfachheit halber bringen wir hier den Ankündigungstext des Kabale. Den umzuschreiben wäre dann doch zu viel des Guten:

„Theodor W. Adorno bezeichnete die Psychoanalyse als die einzige Psychologie, „die im Ernst den subjektiven Bedingungen der objektiven Irrationalität nachforscht“. Im Vortrag soll es darum gehen, diese Feststellung zu entfalten und damit auf ihre Voraussetzungen und Konsequenzen zu befragen:

Was heißt hier objektiv? Warum ist die Objektivität irrational? Was wäre demgegenüber rational? Ist Gesellschaftskritik auf Psychoanalyse verwiesen und wenn, warum? Warum ist es überhaupt wichtig, sich auch mit der individuellen Ver- und Bearbeitung gesellschaftlicher Verhältnisse zu befassen? Warum ist die Psychoanalyse — zumindest der Möglichkeit nach — eine kritische Theorie?

Einleitend wird es also mit Rekurs auf Marx und die kritische Theorie v.a. Adornos kurz um die Frage gehen, was unter gesellschaftlicher Objektivität zu verstehen ist (Begriff der Gesellschaft, Verselbständigung, Verkehrung, Wert- und Subjektform).

Ausgehend von diesen Bestimmungen soll es im Hauptteil des Vortrags um die subjektiven Bedingungen gehen: also um die Psychoanalyse als kritische Theorie des Subjekts, um das Verhältnis von Natur und Kultur im Menschen, um Sexualität und Triebe, um die Freudsche Metapsychologie und wiederum darum, warum das alles gerade weil es so ungesellschaftlich daher kommt, für Gesellschaftskritik unabdinglich ist.

Christine Kirchhoff ist Juniorprofessorin am Studiengang Psychoanalytische Kulturwissenschaften an der International Psychoanalytic University Berlin (IPU). Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Psychoanalytische Subjekt- und Kulturtheorie, Psychoanalyse und Neurowissenschaften und Kritische Theorie.“

Das klingt nach einer Menge Stoff und bietet sicherlich Raum für allerhand Diskussion. Die Veranstaltung ist Teil der unregelmäßigen Veranstaltungsreihe „Roter Salon“.

Beginn ist um 19:00 Uhr


Di. 12.03.: Demo gegen Abschiebungen

Aus aktuellem und traurigen Anlass findet am frühen Nachmittag eine Demonstration gegen zwei Abschiebungen statt. Aus der Information, die uns das Antirassistische Aktionsplenum geschickt hat:

Am Donnerstag, den 14. März, sollen die Geschwister Djeljana und Emran Shaquiri nach Serbien abgeschoben werden. Bereits am 19. Februar diesen Jahres sollte diese stattfinden, es kam allerdings nicht dazu. Als Djeljana von der geplanten Abschiebung im Februar erfuhr, versuchte sie sich das Leben zu nehmen. Seitdem befindet sie sich in eine m Krankenhaus in ärztlicher Behandlung.

Zum persönlichen Hintergrund der Mitglieder der Familie Shaquiri, die seit 23 Jahren in Duderstadt wohnt, gibt es bei papiere-fuer-alle.org mehr Informationen.

Verschiedene antirassistische Initiativen und Einzelpersonen rufen zu der Demonstration auf.

Sie findet ab 14 Uhr vor dem Verwaltungsgericht (Berliner Str. 5) in Göttingen statt.


Mo. 11.03.: Montagssalon: Re-Positions: Das europäische Grenzregime und seine Effekte

Im Rahmen des Ausstellungsparcours „Movements of Migration“findet eine Diskussion zum Thema zu der EU-Flüchtlingspolitik an den Außengrenzen der EU statt:

„Migrationspolitik ist schon lange nicht mehr (nur) nationalstaatliche Angelegenheit. Mit der EU wurde auch eine europäische Migrationspolitik immer bestimmender mit hoch aufgerüsteten ‚Außengrenzen‘.“

Über Interventionsmöglichkeiten zwischen Aktivismus, Kunst und Wissenschaft diskutieren:

Julia Serdarov und Veit Schwab (Re-Positions, München/Sofia, ein Kunstprojekt zur Situation in Sofia gestrandeter Flüchtlinge und Migrant_innen)
Vertreter_innen der Medizinischen Flüchtlingshilfe (Göttingen)
Claire Deery (Anwältin für Ausländer- und Asylrecht, Göttingen)

Der Eintritt ist frei!

Montagssalon: Re-Positions: Das europäische Grenzregime und seine Effekte
20:00 Uhr
Kunstverein (Gotmarstraße / Prinzenstraße)


Mo. 11.03.: Neue Wege zu gleichen Chancen! Der Erste Gleichstellungsbericht als bundespolitischer Motor?

Der Gleichstellungsbericht der Bundesregierung ist schon zwei Jahre alt aber immer noch hochaktuell. Bei einer Podiumsdiskussion im Zuge des Internationalen Frauentags wird der Bericht einmal genauer untersucht und folgende Fragen dazu gestellt: Welche alten und neuen Wege zur Gleichstellung werden untersucht oder empfohlen? Gibt es politische Handlungsstrategien, die erfolgversprechend daraus abgeleitet und verfolgt werden? Berufen sich politische Entscheidungsträgerinnen auf diesen Bericht?

Es diskutieren und informieren:

Prof. Dr. Ute Klammer, Vorsitzende der Sachverständigenkommission
Hannelore Buls, Vorsitzende des Deutschen Frauenrates
Almuth von Below-Neufeldt, stellvertretende Bundesvorsitzende Liberale Frauen
Claudia Schlenker, Bundesfrauenreferentin Bündnis 90/Die Grünen
Inge Wettig-Danielmeier, Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen

Moderiert wird die Diskussion von Ines Pohl, Chefredakteurin der TAZ

Veranstaltet wird die Diskussion vom Frauenforum Göttingen. Bis 8. März muss eine Anmeldung erfolgen, es ist aber auch möglich spontan vorbei zu kommen. Das Frauenbüro ist unter der Telefonnummer 0551-4003305 zu erreichen. E-Mail: frauenbuero@goettingen.de.

Neue Wege zu gleichen Chancen! Der Erste Gleichstellungsbericht als bundespolitischer Motor?
17:00 – 20:00 Uhr
Ratsaal im Neuen Rathaus


Fr. 08.03.: Nächtliche Frauen-Lesben-Transfrauendemo

Unter dem Motto „heraus zum 8. März.: Reclaim the night – reclaim the street“ wird zu einer Demo aufgerufen. Einen längeren Aufruf gibt es auf der noch jungen Homepage der – glaubt der Autor dieser Zeilen – neu gestarteten Gruppe efA* zu lesen. Daraus:

Dauernd wird uns Angst gemacht, wenn wir nachts auf die Straße gehen wollen, dass wir wegen unseres vermeintlichen Geschlechts dort nicht sicher wären. Und oftmals müssen wir das Gefühl haben, nicht sicher zu sein: weil in dieser Gesellschaft Täter/Vergewaltiger geschützt werden, während den Betroffenen die Schuld an Übergriffen zugeschanzt wird, anstatt ihnen Unterstützung zu geben. Man(n) und leider auch so manche Frau ist schnell dabei, die Betroffenen als „gute“ oder „schlechte“ Frauen zu bewerten. Wir haben genug von Bewertungen unserer Körper und unseres Sexlebens, von Schuldzuschreibungen und Fremdbestimmung.
Ganz ernsthaft: Typen, die sexistische Witze reißen, Frauen am Arbeitsplatz zeigen wollen, wer der Boss ist und einem als freundschaftliche Geste die Hand aufs Knie oder doch auf den Hintern legen, haben einfach mal eins auf die Fresse verdient.
Wir haben keinen Bock auf beschissene Anmachen, achso wichtiges bevormundenes Gelaber und blöde Blicke auf unsere Körper.
Wir gehen auf die Straße, weil man sie uns Tag für Tag nehmen will, wir sind laut, weil unser Aufschrei Tag für Tag zu ignorieren versucht wird. Wir sind mutig, weil ihr uns klein halten wollt und wir holen uns die Nacht zurück, die ihr uns stehlt seit wir Kinder sind.
Wir sind wütend! Haltet die Augen offen!
Nieder mit dem Patriarchat!
Für die emanzipatorische feministische Aktion!

Zur Demo sind ausdrücklich Frauen/Lesben/Transfrauen aufgerufen. Dazu ebenfalls die Homepage der Initiative:

Uns ist bewusst, dass diese Aktionsform und dieser Aufruf auch Ausschlüsse produziert.
Es ist uns wichtig, keine Stellvertreterinnen- Politik zu machen. Wir sind als Frauen* solidarisch mit allen queeren, trans*, inter und schwulen Kämpfen. Wir begreifen das Frau_sein aber immer noch als eine notwendige, biologisch nicht festgeschriebene, politische Kategorie. Wir brauchen diese Kategorie, weil die Gesellschaft patriarchal organisiert ist und wir durch Frauen*kämpfe eine Möglichkeit zur Befreiung aus Machtverhältnissen schaffen können. Uns ist auch bewusst, dass wir nicht für alle Frauen* sprechen und wir haben keinen Universalanspruch mit dem, was wir fordern und thematisieren. Wir sind eine Frauen*gruppe und haben diese Organisationsform gewählt, um den Machtverhältnissen entschieden entgegenzutreten.
Kommt, wir holen uns die Nacht zurück.

Ab 22 Uhr, los geht es am Gänseliesel.


Fr. 08.03.: FLT*-Party und Konzert mit awry patterns im Kabale

Kein Internationaler Frauen(kampf)tag ohne Party! Das haben sich auch die DGB-Jugend und die Grüne Jugend gedacht und eine FrauenLesbenTrans*-Party im Cafe Kabale organisiert. Was den Look angeht sollen sich alle Teilnehmerinnen* ruhig ins Zeug legen. Engpässe im eigenen Kleiderschrank oder in Sachen Make-Up und Schminke können vor Ort kompensiert werden. Gerüstet für die Party darf dann zunächst Livemusik von der queerfeministischen Singer-Songwriterin awry patterns aus Bremen genossen werden. Anschließend legen verschiedene Djanes auf.

FrauenLesbenTrans*-Party und Konzert mit awry patterns
23:00 Uhr
Cafe Kollektiv Kabale


Fr. 08.03.: Kurdische Frauenbewegung, Selbstverwaltung und Demokratischer Konförderalismus

Die Rolle der Frauen innerhalb der kurdischen Befreiungsbewegung war seit Gründung der PKK von zentraler Bedeutung. Heute ist die kurdische Frauenbewegung vor allem im Aufbau selbstverwalteter Strukturen aktiv, in Form von Frauenkooperativen. Die Kooperativen organisieren unter anderem Betriebe, Bildungs-, sowie medizinische und juristische Beratungsangebote, aber auch Kurse für Erziehung und Haushaltsführung. Letzteres kann man ambivalent sehen, sagt die Antifaschistische Linke International (A.L.I.): Es könnte der Eindruck entstehen, dass klassische Rollenbilder hier verfestigt würden. Allerdings könnten auch klassische Rollenmodelle durch diese Bildungsarbeit dekonstruiert und Frauen politisiert werden.

Am Internationalen Frauenkampftag lädt das Kurdische Solidaritätskomitee Göttingen und die A.L.I. zu einer Diskussion ein. Die TeilnehmerInnen stammen aus dem kurdischen Teil der Türkei.

Kurdische Frauenbewegung, Selbstverwaltung und Demokratischer Konförderalismus
19:00 Uhr
Rotes Zentrum, Lange-Geismar-Straße 2/3


Fr. 08.03.: „Es ist Zeit…“ Aktion zum Internationalen Frauenkampftag

„Kommt vorbei und seid kreativ mit uns“, heißt es in einem Aufruf des Aktionsbündnisses 8. März im Internet. Zum Internationalen Frauenkampftag am 8. März wird ein buntes Programm aufgefahren: Buttonwerkstatt, Postkarten verteilen, feministisches Dosenwerfen, ein gemeinsamer Stand von DGB und DGB-Jugend, der sich der aktuellen Ausstellung „Movements of Migration“ mit Hörstationen und Lesungen widmet und, zusammen mit dem Frauenforum Göttingen, soll eine Stereotypenwand verschönert werden.

Der Internationale Frauenkampftag steht selbstverständlich auch im Zeichen der aktuellen Sexismus-Debatte. Dabei soll Aufklärungsarbeit über die gesamtgesellschaftlichen Ursachen von Sexismus geleistet werden, da sich das Thema nicht auf „schlechtes Benehmen einzelner Idioten mit mangelndem Selbstbewusstsein“ reduzieren lasse, wie es im Aufruf heißt. Diese gesamtgesellschaftliche Perspektive schließt auch die Kritik an Ausbeutung, Rassismus und den hierarchischen Strukturen des kapitalistischen Systems insgesamt ein.

„Es ist Zeit… heraus zum 8. März, zum 102. Internationalen Frauenkampftag“
15:00 – 18:00 Uhr
Fußgängerzone Weender Straße, Jacobikirchhof


Di. 05.03.: „Die Welt durch die Brille der VWL“ – Diskussion

Die Gruppe 3 lädt wieder zur monatlichen Diskussion „Der rote Dienstag“. Heute soll die moderne Volkswirtschaftslehre unter die Lupe genommen werden. Die Thesen der VWL, etwa von einem angeblich unstillbaren Bedürfnis der Menschen nach Gütern aller Art, sollen anhand von Zitaten veranschaulicht werden. Daran soll sich eine kritische Diskussion anschließen.

„Die Welt durch die Brille der VWL“

20:00 Uhr
Rotes Zentrum
Lange-Geismar-Straße 2



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